Bohrium (Bh)
Element 107 · Übergangsmetall · [270] u
Elektronen pro Schale: 2, 8, 18, 32, 32, 13, 2
Bohrium wurde am GSI-Labor in Darmstadt durch die Fusion von Wismut- und Chromkernen hergestellt. Im ursprünglichen Experiment entstanden nur sechs Atome.
Chemiker haben bestätigt, dass Bohrium ein flüchtiges Oxychlorid bildet, genau wie das darüberstehende Rhenium.
- Ordnungszahl
- 107
- Atommasse
- [270] u
- Elektronenkonfiguration
- [Rn] 7s² 5f¹⁴ 6d⁵
- Gruppe · Periode · Block
- 7 · 7 · d
- Oxidationsstufen
- +3, +4, +5, +7
- Elektronegativität
- Nicht gemessen
- Schmelzpunkt
- —
- Siedepunkt
- —
- Dichte
- Nicht gemessen
- Zustand bei 20 °C
- Unbekannt
- Erscheinungsbild
- Unbekannt; vermutlich metallisch
- Entdeckung
- Peter Armbruster, Gottfried Münzenberg and colleagues, 1976
Mangangruppe
Wofür es verwendet wird
- Nur wissenschaftliche Forschung
Atomstruktur
Ein neutrales Bohrium-Atom hat 107 Protonen und 107 Elektronen. Sein häufigstes Isotop trägt etwa 163 Neutronen, woraus sich die Massenzahl 270 ergibt. Ändert sich die Zahl der Neutronen, entsteht ein anderes Isotop; ändert sich die Zahl der Protonen, entsteht ein anderes Element.
Diese Elektronen füllen die Schalen von innen nach außen: 2, 8, 18, 32, 32, 13, 2. In Orbitalschreibweise lautet das [Rn] 7s² 5f¹⁴ 6d⁵.
3D electron orbitals
See where Bohrium's electrons actually are — a cloud of 26,000 points sampled from the probability density |ψ|², not a cartoon of a lobe.
Position im Periodensystem
Der d-Block. Ihre mehreren stabilen Oxidationsstufen verleihen ihnen kräftig gefärbte Verbindungen, katalytische Wirkung und die Festigkeit, die sie zu den Arbeitsmetallen der Industrie macht.
- Direkt darüber: Rhenium
- Ein Proton weniger: Seaborgium
- Ein Proton mehr: Hassium
Entdeckung und Name
Bohrium wurde von Peter Armbruster, Gottfried Münzenberg and colleagues im Jahr 1976 entdeckt. Der Name geht auf Niels Bohr zurück.
Alle Isotope von Bohrium sind radioaktiv, daher hat Bohrium kein Standardatomgewicht. Periodensysteme zeigen stattdessen in eckigen Klammern die Massenzahl des langlebigsten Isotops.
Weiter erkunden
Atommasse nach IUPAC/CIAAW; physikalische Eigenschaften nach PubChem (US National Library of Medicine). Werte, die nie gemessen wurden, erscheinen als „nicht gemessen", nicht als Schätzung.
Verwandte Rechner
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Atommasse von Bohrium?
Bohrium hat kein stabiles Isotop und deshalb kein Standardatomgewicht. Periodensysteme zeigen stattdessen [270]: die Massenzahl seines langlebigsten Isotops.
Wie viele Protonen, Neutronen und Elektronen hat Bohrium?
Bohrium hat 107 Protonen, denn die Ordnungszahl ist genau die Zahl der Protonen und macht ein Atom überhaupt erst zu Bohrium. Ein neutrales Atom hat ebenso viele Elektronen, also 107. Die Zahl der Neutronen hängt vom Isotop ab; das häufigste hat etwa 163, denn 270 − 107 = 163.
Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Bohrium?
Die Elektronenkonfiguration von Bohrium ist [Rn] 7s² 5f¹⁴ 6d⁵. Die Elektronen verteilen sich 2, 8, 18, 32, 32, 13, 2 auf 7 Schalen.
Ist Bohrium ein Metall?
Ja. Bohrium wird als Übergangsmetall eingeordnet und steht in Gruppe 7, Periode 7, im d-Block der Tabelle.
In welcher Gruppe und Periode steht Bohrium?
Bohrium steht in Gruppe 7 (Mangangruppe), Periode 7, im d-Block. Die Gruppe ist die Spalte, die Periode die Zeile.
Welche Ladung hat Bohrium?
Bohrium bildet meist 7+-Ionen. Über alle Verbindungen hinweg zeigt Bohrium dabei die Oxidationsstufen +3, +4, +5, +7.
Wofür wird Bohrium verwendet?
Nur wissenschaftliche Forschung. Bohrium wurde am GSI-Labor in Darmstadt durch die Fusion von Wismut- und Chromkernen hergestellt.
Wer hat Bohrium entdeckt, und woher kommt der Name?
Bohrium wurde 1976 von Peter Armbruster, Gottfried Münzenberg and colleagues entdeckt. Der Name geht auf Niels Bohr zurück.
Ist Bohrium radioaktiv?
Ja. Jedes Isotop von Bohrium ist radioaktiv — es gibt keine stabile Form, weshalb das Periodensystem die Masse in eckigen Klammern zeigt statt als Standardatomgewicht.