Uran (U)

Element 92 · Actinoid · 238.03 u

92238.03
U
Uran
Actinoid
U

Elektronen pro Schale: 2, 8, 18, 32, 21, 9, 2

Uran ist das schwerste Element, das in nennenswerter Menge in der Natur vorkommt, und der Brennstoff sowohl der Kernenergie als auch von Atomwaffen. Sein langsamer Zerfall ist eine wichtige Quelle der inneren Wärme der Erde.

Uran wurde ein Jahrhundert vor der Entdeckung der Kernspaltung dazu benutzt, Glas fluoreszierend gelbgrün zu färben.

Ordnungszahl
92
Atommasse
238.03 u
Elektronenkonfiguration
[Rn] 7s² 5f³ 6d¹
Gruppe · Periode · Block
f-Block · 7 · f
Oxidationsstufen
+3, +4, +5, +6
Elektronegativität
1.38 (Pauling)
Schmelzpunkt
1,135 °C
Siedepunkt
4,131 °C
Dichte
18.95 g/cm³
Zustand bei 20 °C
Fest
Erscheinungsbild
Silbrig-graues Metall
Entdeckung
Martin Heinrich Klaproth, 1789

Wofür es verwendet wird

  • Kernbrennstoff
  • Radiometrische Datierung von Gestein
  • Abgereichertes Uran als Ballast und Panzerung
  • Historisch: gelbgrünes Glas und Glasuren

Atomstruktur

Ein neutrales Uran-Atom hat 92 Protonen und 92 Elektronen. Sein häufigstes Isotop trägt etwa 146 Neutronen, woraus sich die Massenzahl 238 ergibt. Ändert sich die Zahl der Neutronen, entsteht ein anderes Isotop; ändert sich die Zahl der Protonen, entsteht ein anderes Element.

Diese Elektronen füllen die Schalen von innen nach außen: 2, 8, 18, 32, 21, 9, 2. In Orbitalschreibweise lautet das [Rn] 7s² 5f³ 6d¹.

3D electron orbitals

See where Uran's electrons actually are — a cloud of 26,000 points sampled from the probability density |ψ|², not a cartoon of a lobe.

Position im Periodensystem

Die zweite Reihe des f-Blocks, Elemente 89 bis 103. Alle sind radioaktiv, und ab Uran ist praktisch alles künstlich hergestellt.

Entdeckung und Name

Uran wurde von Martin Heinrich Klaproth im Jahr 1789 entdeckt. Der Name geht auf Der Planet Uranus zurück.

Alle Isotope von Uran sind radioaktiv, daher hat Uran kein Standardatomgewicht. Periodensysteme zeigen stattdessen in eckigen Klammern die Massenzahl des langlebigsten Isotops.

Weiter erkunden

Atommasse nach IUPAC/CIAAW; physikalische Eigenschaften nach PubChem (US National Library of Medicine). Werte, die nie gemessen wurden, erscheinen als „nicht gemessen", nicht als Schätzung.

Verwandte Rechner

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Atommasse von Uran?

Das Standardatomgewicht von Uran beträgt 238.03 u, veröffentlicht von der Kommission für Isotopenhäufigkeit und Atomgewichte der IUPAC.

Wie viele Protonen, Neutronen und Elektronen hat Uran?

Uran hat 92 Protonen, denn die Ordnungszahl ist genau die Zahl der Protonen und macht ein Atom überhaupt erst zu Uran. Ein neutrales Atom hat ebenso viele Elektronen, also 92. Die Zahl der Neutronen hängt vom Isotop ab; das häufigste hat etwa 146, denn 238 − 92 = 146.

Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Uran?

Die Elektronenkonfiguration von Uran ist [Rn] 7s² 5f³ 6d¹. Die Elektronen verteilen sich 2, 8, 18, 32, 21, 9, 2 auf 7 Schalen.

Ist Uran ein Metall?

Ja. Uran wird als Actinoid eingeordnet und steht in Gruppe –, Periode 7, im f-Block der Tabelle.

In welcher Gruppe und Periode steht Uran?

Uran steht im f-Block-Streifen unterhalb der Haupttabelle, in Periode 7, mit der Kategorie Actinoid. Elemente in diesem Streifen erhalten in der üblichen 18-Spalten-Anordnung keine Gruppennummer.

Welche Ladung hat Uran?

Uran bildet meist 6+ / 4+-Ionen. Über alle Verbindungen hinweg zeigt Uran dabei die Oxidationsstufen +3, +4, +5, +6.

Wie hoch ist der Schmelzpunkt von Uran?

Uran schmilzt bei 1,135 °C und siedet bei 4,131 °C. Bei Raumtemperatur ist Uran fest.

Wofür wird Uran verwendet?

Kernbrennstoff, Radiometrische Datierung von Gestein, Abgereichertes Uran als Ballast und Panzerung, Historisch: gelbgrünes Glas und Glasuren. Uran ist das schwerste Element, das in nennenswerter Menge in der Natur vorkommt, und der Brennstoff sowohl der Kernenergie als auch von Atomwaffen.

Wer hat Uran entdeckt, und woher kommt der Name?

Uran wurde 1789 von Martin Heinrich Klaproth entdeckt. Der Name geht auf Der Planet Uranus zurück.

Ist Uran radioaktiv?

Ja. Jedes Isotop von Uran ist radioaktiv — es gibt keine stabile Form, weshalb das Periodensystem die Masse in eckigen Klammern zeigt statt als Standardatomgewicht.