Rutherfordium (Rf)
Element 104 · Übergangsmetall · [267] u
Elektronen pro Schale: 2, 8, 18, 32, 32, 10, 2
Rutherfordium ist das erste Transactinoid und das erste Element, bei dem relativistische Effekte die aus der Tabelle erwartete Chemie merklich verzerren. Sein langlebigstes Isotop überlebt etwa eine Stunde.
Es verhält sich chemisch wie Hafnium und bestätigt damit, dass das Periodensystem auch jenseits von Element 103 noch funktioniert.
- Ordnungszahl
- 104
- Atommasse
- [267] u
- Elektronenkonfiguration
- [Rn] 7s² 5f¹⁴ 6d²
- Gruppe · Periode · Block
- 4 · 7 · d
- Oxidationsstufen
- +4
- Elektronegativität
- Nicht gemessen
- Schmelzpunkt
- —
- Siedepunkt
- —
- Dichte
- Nicht gemessen
- Zustand bei 20 °C
- Unbekannt
- Erscheinungsbild
- Unbekannt; vermutlich metallisch
- Entdeckung
- Joint Institute for Nuclear Research and Lawrence Berkeley Laboratory, 1964
Titangruppe
Wofür es verwendet wird
- Nur wissenschaftliche Forschung
Atomstruktur
Ein neutrales Rutherfordium-Atom hat 104 Protonen und 104 Elektronen. Sein häufigstes Isotop trägt etwa 163 Neutronen, woraus sich die Massenzahl 267 ergibt. Ändert sich die Zahl der Neutronen, entsteht ein anderes Isotop; ändert sich die Zahl der Protonen, entsteht ein anderes Element.
Diese Elektronen füllen die Schalen von innen nach außen: 2, 8, 18, 32, 32, 10, 2. In Orbitalschreibweise lautet das [Rn] 7s² 5f¹⁴ 6d².
3D electron orbitals
See where Rutherfordium's electrons actually are — a cloud of 26,000 points sampled from the probability density |ψ|², not a cartoon of a lobe.
Position im Periodensystem
Der d-Block. Ihre mehreren stabilen Oxidationsstufen verleihen ihnen kräftig gefärbte Verbindungen, katalytische Wirkung und die Festigkeit, die sie zu den Arbeitsmetallen der Industrie macht.
- Direkt darüber: Hafnium
- Ein Proton weniger: Lawrencium
- Ein Proton mehr: Dubnium
Entdeckung und Name
Rutherfordium wurde von Joint Institute for Nuclear Research and Lawrence Berkeley Laboratory im Jahr 1964 entdeckt. Der Name geht auf Ernest Rutherford zurück.
Alle Isotope von Rutherfordium sind radioaktiv, daher hat Rutherfordium kein Standardatomgewicht. Periodensysteme zeigen stattdessen in eckigen Klammern die Massenzahl des langlebigsten Isotops.
Weiter erkunden
Atommasse nach IUPAC/CIAAW; physikalische Eigenschaften nach PubChem (US National Library of Medicine). Werte, die nie gemessen wurden, erscheinen als „nicht gemessen", nicht als Schätzung.
Verwandte Rechner
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Atommasse von Rutherfordium?
Rutherfordium hat kein stabiles Isotop und deshalb kein Standardatomgewicht. Periodensysteme zeigen stattdessen [267]: die Massenzahl seines langlebigsten Isotops.
Wie viele Protonen, Neutronen und Elektronen hat Rutherfordium?
Rutherfordium hat 104 Protonen, denn die Ordnungszahl ist genau die Zahl der Protonen und macht ein Atom überhaupt erst zu Rutherfordium. Ein neutrales Atom hat ebenso viele Elektronen, also 104. Die Zahl der Neutronen hängt vom Isotop ab; das häufigste hat etwa 163, denn 267 − 104 = 163.
Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Rutherfordium?
Die Elektronenkonfiguration von Rutherfordium ist [Rn] 7s² 5f¹⁴ 6d². Die Elektronen verteilen sich 2, 8, 18, 32, 32, 10, 2 auf 7 Schalen.
Ist Rutherfordium ein Metall?
Ja. Rutherfordium wird als Übergangsmetall eingeordnet und steht in Gruppe 4, Periode 7, im d-Block der Tabelle.
In welcher Gruppe und Periode steht Rutherfordium?
Rutherfordium steht in Gruppe 4 (Titangruppe), Periode 7, im d-Block. Die Gruppe ist die Spalte, die Periode die Zeile.
Welche Ladung hat Rutherfordium?
Rutherfordium bildet meist 4+-Ionen. Über alle Verbindungen hinweg zeigt Rutherfordium dabei die Oxidationsstufen +4.
Wofür wird Rutherfordium verwendet?
Nur wissenschaftliche Forschung. Rutherfordium ist das erste Transactinoid und das erste Element, bei dem relativistische Effekte die aus der Tabelle erwartete Chemie merklich verzerren.
Wer hat Rutherfordium entdeckt, und woher kommt der Name?
Rutherfordium wurde 1964 von Joint Institute for Nuclear Research and Lawrence Berkeley Laboratory entdeckt. Der Name geht auf Ernest Rutherford zurück.
Ist Rutherfordium radioaktiv?
Ja. Jedes Isotop von Rutherfordium ist radioaktiv — es gibt keine stabile Form, weshalb das Periodensystem die Masse in eckigen Klammern zeigt statt als Standardatomgewicht.