Tellur (Te)

Element 52 · Halbmetall · 127.6 u

52127.6
Te
Tellur
Halbmetall
Te

Elektronen pro Schale: 2, 8, 18, 18, 6

Tellur ist in der Erdkruste seltener als Platin und macht sich unangenehm bemerkbar: Kontakt damit verursacht wochenlangen Knoblauchgeruch im Atem. Dünnschicht-Solartechnik ist mittlerweile sein größter Absatzmarkt.

Wer Tellur anfasst, riecht tagelang nach Knoblauch — der Körper methyliert es und atmet das Ergebnis wieder aus.

Ordnungszahl
52
Atommasse
127.6 u
Elektronenkonfiguration
[Kr] 5s² 4d¹⁰ 5p⁴
Gruppe · Periode · Block
16 · 5 · p

Chalkogene

Oxidationsstufen
−2, +4, +6
Elektronegativität
2.1 (Pauling)
Schmelzpunkt
450 °C
Siedepunkt
988 °C
Dichte
6.232 g/cm³
Zustand bei 20 °C
Fest
Erscheinungsbild
Silbrig-weißes, sprödes Halbmetall
Entdeckung
Franz-Joseph Müller von Reichenstein, 1782

Wofür es verwendet wird

  • Cadmiumtellurid-Solarpaneele
  • Wiederbeschreibbare optische Speichermedien
  • Bearbeitbarer Stahl und Kupferlegierungen
  • Thermoelektrische Kühler

Atomstruktur

Ein neutrales Tellur-Atom hat 52 Protonen und 52 Elektronen. Sein häufigstes Isotop trägt etwa 76 Neutronen, woraus sich die Massenzahl 128 ergibt. Ändert sich die Zahl der Neutronen, entsteht ein anderes Isotop; ändert sich die Zahl der Protonen, entsteht ein anderes Element.

Diese Elektronen füllen die Schalen von innen nach außen: 2, 8, 18, 18, 6. In Orbitalschreibweise lautet das [Kr] 5s² 4d¹⁰ 5p⁴.

3D electron orbitals

See where Tellur's electrons actually are — a cloud of 26,000 points sampled from the probability density |ψ|², not a cartoon of a lobe.

Position im Periodensystem

Elemente auf der Treppenstufe zwischen Metallen und Nichtmetallen, mit Eigenschaften von beiden. Ihre mittlere Leitfähigkeit ist genau das, was Halbleiter überhaupt erst möglich macht.

Entdeckung und Name

Tellur wurde von Franz-Joseph Müller von Reichenstein im Jahr 1782 entdeckt. Der Name geht auf Lateinisch tellus, „Erde" zurück.

Weiter erkunden

Atommasse nach IUPAC/CIAAW; physikalische Eigenschaften nach PubChem (US National Library of Medicine). Werte, die nie gemessen wurden, erscheinen als „nicht gemessen", nicht als Schätzung.

Verwandte Rechner

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Atommasse von Tellur?

Das Standardatomgewicht von Tellur beträgt 127.6 u, veröffentlicht von der Kommission für Isotopenhäufigkeit und Atomgewichte der IUPAC.

Wie viele Protonen, Neutronen und Elektronen hat Tellur?

Tellur hat 52 Protonen, denn die Ordnungszahl ist genau die Zahl der Protonen und macht ein Atom überhaupt erst zu Tellur. Ein neutrales Atom hat ebenso viele Elektronen, also 52. Die Zahl der Neutronen hängt vom Isotop ab; das häufigste hat etwa 76, denn 128 − 52 = 76.

Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Tellur?

Die Elektronenkonfiguration von Tellur ist [Kr] 5s² 4d¹⁰ 5p⁴. Die Elektronen verteilen sich 2, 8, 18, 18, 6 auf 5 Schalen.

Ist Tellur ein Metall?

Nicht ganz. Tellur ist ein Halbmetall: Es steht auf der Treppenstufe zwischen Metallen und Nichtmetallen und zeigt Eigenschaften von beiden — genau das macht Halbmetalle für die Halbleiterindustrie interessant.

In welcher Gruppe und Periode steht Tellur?

Tellur steht in Gruppe 16 (Chalkogene), Periode 5, im p-Block. Die Gruppe ist die Spalte, die Periode die Zeile.

Welche Ladung hat Tellur?

Tellur bildet meist 2−-Ionen. Über alle Verbindungen hinweg zeigt Tellur dabei die Oxidationsstufen −2, +4, +6.

Wie hoch ist der Schmelzpunkt von Tellur?

Tellur schmilzt bei 450 °C und siedet bei 988 °C. Bei Raumtemperatur ist Tellur fest.

Wofür wird Tellur verwendet?

Cadmiumtellurid-Solarpaneele, Wiederbeschreibbare optische Speichermedien, Bearbeitbarer Stahl und Kupferlegierungen, Thermoelektrische Kühler. Tellur ist in der Erdkruste seltener als Platin und macht sich unangenehm bemerkbar: Kontakt damit verursacht wochenlangen Knoblauchgeruch im Atem.

Wer hat Tellur entdeckt, und woher kommt der Name?

Tellur wurde 1782 von Franz-Joseph Müller von Reichenstein entdeckt. Der Name geht auf Lateinisch tellus, „Erde" zurück.