Ruthenium (Ru)
Element 44 · Übergangsmetall · 101.07 u
Elektronen pro Schale: 2, 8, 18, 15, 1
Ruthenium ist ein hartes Platinmetall, das in hauchdünnen Schichten dort eingesetzt wird, wo Verschleißfestigkeit zählt. Es ist außerdem ein hervorragender Katalysator, unter anderem für die Ammoniaksynthese.
Eine nur wenige Atome dünne Schicht hilft Festplatten dabei, mehr Daten auf jeder Scheibe unterzubringen.
- Ordnungszahl
- 44
- Atommasse
- 101.07 u
- Elektronenkonfiguration
- [Kr] 5s¹ 4d⁷
- Gruppe · Periode · Block
- 8 · 5 · d
- Oxidationsstufen
- +3, +4
- Elektronegativität
- 2.2 (Pauling)
- Schmelzpunkt
- 2,334 °C
- Siedepunkt
- 4,150 °C
- Dichte
- 12.1 g/cm³
- Zustand bei 20 °C
- Fest
- Erscheinungsbild
- Silbrig-weißes, hartes Metall
- Entdeckung
- Karl Ernst Claus, 1827
Eisengruppe
Wofür es verwendet wird
- Verschleißfeste elektrische Kontakte
- Beschichtungen von Festplattenscheiben
- Chemische Katalysatoren
- Federspitzen von Füllfederhaltern
Atomstruktur
Ein neutrales Ruthenium-Atom hat 44 Protonen und 44 Elektronen. Sein häufigstes Isotop trägt etwa 57 Neutronen, woraus sich die Massenzahl 101 ergibt. Ändert sich die Zahl der Neutronen, entsteht ein anderes Isotop; ändert sich die Zahl der Protonen, entsteht ein anderes Element.
Diese Elektronen füllen die Schalen von innen nach außen: 2, 8, 18, 15, 1. In Orbitalschreibweise lautet das [Kr] 5s¹ 4d⁷.
3D electron orbitals
See where Ruthenium's electrons actually are — a cloud of 26,000 points sampled from the probability density |ψ|², not a cartoon of a lobe.
Position im Periodensystem
Der d-Block. Ihre mehreren stabilen Oxidationsstufen verleihen ihnen kräftig gefärbte Verbindungen, katalytische Wirkung und die Festigkeit, die sie zu den Arbeitsmetallen der Industrie macht.
- Direkt darüber: Eisen
- Direkt darunter: Osmium
- Ein Proton weniger: Technetium
- Ein Proton mehr: Rhodium
Entdeckung und Name
Ruthenium wurde von Karl Ernst Claus im Jahr 1827 entdeckt. Der Name geht auf Lateinisch Ruthenia, „Russland" zurück.
Weiter erkunden
Atommasse nach IUPAC/CIAAW; physikalische Eigenschaften nach PubChem (US National Library of Medicine). Werte, die nie gemessen wurden, erscheinen als „nicht gemessen", nicht als Schätzung.
Verwandte Rechner
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Atommasse von Ruthenium?
Das Standardatomgewicht von Ruthenium beträgt 101.07 u, veröffentlicht von der Kommission für Isotopenhäufigkeit und Atomgewichte der IUPAC.
Wie viele Protonen, Neutronen und Elektronen hat Ruthenium?
Ruthenium hat 44 Protonen, denn die Ordnungszahl ist genau die Zahl der Protonen und macht ein Atom überhaupt erst zu Ruthenium. Ein neutrales Atom hat ebenso viele Elektronen, also 44. Die Zahl der Neutronen hängt vom Isotop ab; das häufigste hat etwa 57, denn 101 − 44 = 57.
Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Ruthenium?
Die Elektronenkonfiguration von Ruthenium ist [Kr] 5s¹ 4d⁷. Die Elektronen verteilen sich 2, 8, 18, 15, 1 auf 5 Schalen.
Ist Ruthenium ein Metall?
Ja. Ruthenium wird als Übergangsmetall eingeordnet und steht in Gruppe 8, Periode 5, im d-Block der Tabelle.
In welcher Gruppe und Periode steht Ruthenium?
Ruthenium steht in Gruppe 8 (Eisengruppe), Periode 5, im d-Block. Die Gruppe ist die Spalte, die Periode die Zeile.
Welche Ladung hat Ruthenium?
Ruthenium bildet meist 3+ / 4+-Ionen. Über alle Verbindungen hinweg zeigt Ruthenium dabei die Oxidationsstufen +3, +4.
Wie hoch ist der Schmelzpunkt von Ruthenium?
Ruthenium schmilzt bei 2,334 °C und siedet bei 4,150 °C. Bei Raumtemperatur ist Ruthenium fest.
Wofür wird Ruthenium verwendet?
Verschleißfeste elektrische Kontakte, Beschichtungen von Festplattenscheiben, Chemische Katalysatoren, Federspitzen von Füllfederhaltern. Ruthenium ist ein hartes Platinmetall, das in hauchdünnen Schichten dort eingesetzt wird, wo Verschleißfestigkeit zählt.
Wer hat Ruthenium entdeckt, und woher kommt der Name?
Ruthenium wurde 1827 von Karl Ernst Claus entdeckt. Der Name geht auf Lateinisch Ruthenia, „Russland" zurück.