Bor (B)
Element 5 · Halbmetall · 10.81 u
Elektronen pro Schale: 2, 3
Bor ist ein Halbmetall, das auf der Treppe zwischen Metallen und Nichtmetallen sitzt und ungewöhnliche, elektronenarme Strukturen bildet. Es ist ein essenzieller Pflanzennährstoff, der für die Stabilität der Zellwand gebraucht wird.
Bor-10 fängt Neutronen so gierig ein, dass es zum Abschalten von Kernreaktoren verwendet wird.
- Ordnungszahl
- 5
- Atommasse
- 10.81 u
- Elektronenkonfiguration
- [He] 2s² 2p¹
- Gruppe · Periode · Block
- 13 · 2 · p
- Oxidationsstufen
- +3
- Elektronegativität
- 2.04 (Pauling)
- Schmelzpunkt
- 2,075 °C
- Siedepunkt
- 4,000 °C
- Dichte
- 2.37 g/cm³
- Zustand bei 20 °C
- Fest
- Erscheinungsbild
- Schwarzbraunes, sprödes Halbmetall
- Entdeckung
- Humphry Davy, Joseph Louis Gay-Lussac and Louis Jacques Thénard, 1808
CIAAW-Intervall [10.806, 10.821]
Borgruppe
Wofür es verwendet wird
- Borosilikatglas und Glasfasern
- Waschmittel und Bleichmittel
- Neutronenabsorbierende Steuerstäbe
- Mikronährstoff in Düngemitteln
Atomstruktur
Ein neutrales Bor-Atom hat 5 Protonen und 5 Elektronen. Sein häufigstes Isotop trägt etwa 6 Neutronen, woraus sich die Massenzahl 11 ergibt. Ändert sich die Zahl der Neutronen, entsteht ein anderes Isotop; ändert sich die Zahl der Protonen, entsteht ein anderes Element.
Diese Elektronen füllen die Schalen von innen nach außen: 2, 3. In Orbitalschreibweise lautet das [He] 2s² 2p¹.
3D electron orbitals
See where Bor's electrons actually are — a cloud of 26,000 points sampled from the probability density |ψ|², not a cartoon of a lobe.
Position im Periodensystem
Elemente auf der Treppenstufe zwischen Metallen und Nichtmetallen, mit Eigenschaften von beiden. Ihre mittlere Leitfähigkeit ist genau das, was Halbleiter überhaupt erst möglich macht.
- Direkt darunter: Aluminium
- Ein Proton weniger: Beryllium
- Ein Proton mehr: Kohlenstoff
Entdeckung und Name
Bor wurde von Humphry Davy, Joseph Louis Gay-Lussac and Louis Jacques Thénard im Jahr 1808 entdeckt. Der Name geht auf Arabisch buraq, „Borax" zurück.
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Atommasse nach IUPAC/CIAAW; physikalische Eigenschaften nach PubChem (US National Library of Medicine). Werte, die nie gemessen wurden, erscheinen als „nicht gemessen", nicht als Schätzung.
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Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Atommasse von Bor?
Das Standardatomgewicht von Bor beträgt 10.81 u, veröffentlicht von der Kommission für Isotopenhäufigkeit und Atomgewichte der IUPAC. Da die natürliche Isotopenmischung je nach Herkunft schwankt, veröffentlicht die IUPAC zusätzlich das Intervall [10.806, 10.821].
Wie viele Protonen, Neutronen und Elektronen hat Bor?
Bor hat 5 Protonen, denn die Ordnungszahl ist genau die Zahl der Protonen und macht ein Atom überhaupt erst zu Bor. Ein neutrales Atom hat ebenso viele Elektronen, also 5. Die Zahl der Neutronen hängt vom Isotop ab; das häufigste hat etwa 6, denn 11 − 5 = 6.
Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Bor?
Die Elektronenkonfiguration von Bor ist [He] 2s² 2p¹. Die Elektronen verteilen sich 2, 3 auf 2 Schalen.
Ist Bor ein Metall?
Nicht ganz. Bor ist ein Halbmetall: Es steht auf der Treppenstufe zwischen Metallen und Nichtmetallen und zeigt Eigenschaften von beiden — genau das macht Halbmetalle für die Halbleiterindustrie interessant.
In welcher Gruppe und Periode steht Bor?
Bor steht in Gruppe 13 (Borgruppe), Periode 2, im p-Block. Die Gruppe ist die Spalte, die Periode die Zeile.
Welche Ladung hat Bor?
Bor bildet meist 3+-Ionen. Über alle Verbindungen hinweg zeigt Bor dabei die Oxidationsstufen +3.
Wie hoch ist der Schmelzpunkt von Bor?
Bor schmilzt bei 2,075 °C und siedet bei 4,000 °C. Bei Raumtemperatur ist Bor fest.
Wofür wird Bor verwendet?
Borosilikatglas und Glasfasern, Waschmittel und Bleichmittel, Neutronenabsorbierende Steuerstäbe, Mikronährstoff in Düngemitteln. Bor ist ein Halbmetall, das auf der Treppe zwischen Metallen und Nichtmetallen sitzt und ungewöhnliche, elektronenarme Strukturen bildet.
Wer hat Bor entdeckt, und woher kommt der Name?
Bor wurde 1808 von Humphry Davy, Joseph Louis Gay-Lussac and Louis Jacques Thénard entdeckt. Der Name geht auf Arabisch buraq, „Borax" zurück.