Thallium (Tl)
Element 81 · Metall · 204.38 u
Elektronen pro Schale: 2, 8, 18, 32, 18, 3
Thallium ist geruchlos, geschmacklos und extrem giftig, was ihm den Beinamen „Gift der Giftmörder" einbrachte. Legitime Anwendungen finden sich heute nur noch in Spezialoptik und Elektronik.
Agatha Christie beschrieb eine Thallium-Vergiftung so treffend, dass eine Krankenschwester später mithilfe eines ihrer Romane einen echten Fall erkannte.
- Ordnungszahl
- 81
- Atommasse
- 204.38 u
- Elektronenkonfiguration
- [Xe] 6s² 4f¹⁴ 5d¹⁰ 6p¹
- Gruppe · Periode · Block
- 13 · 6 · p
- Oxidationsstufen
- +1, +3
- Elektronegativität
- 1.62 (Pauling)
- Schmelzpunkt
- 304 °C
- Siedepunkt
- 1,473 °C
- Dichte
- 11.8 g/cm³
- Zustand bei 20 °C
- Fest
- Erscheinungsbild
- Weiches, graues Metall
- Entdeckung
- William Crookes, 1861
CIAAW-Intervall [204.382, 204.385]
Borgruppe
Wofür es verwendet wird
- Infrarot-optisches Glas
- Hochtemperatur-Supraleiter
- Isotope für die Herzbildgebung
- Halbleiterdetektoren
Atomstruktur
Ein neutrales Thallium-Atom hat 81 Protonen und 81 Elektronen. Sein häufigstes Isotop trägt etwa 123 Neutronen, woraus sich die Massenzahl 204 ergibt. Ändert sich die Zahl der Neutronen, entsteht ein anderes Isotop; ändert sich die Zahl der Protonen, entsteht ein anderes Element.
Diese Elektronen füllen die Schalen von innen nach außen: 2, 8, 18, 32, 18, 3. In Orbitalschreibweise lautet das [Xe] 6s² 4f¹⁴ 5d¹⁰ 6p¹.
3D electron orbitals
See where Thallium's electrons actually are — a cloud of 26,000 points sampled from the probability density |ψ|², not a cartoon of a lobe.
Position im Periodensystem
Metalle rechts vom d-Block. Sie sind weicher, schmelzen bei niedrigerer Temperatur und sind spröder als die Übergangsmetalle, mit einer stärker kovalent geprägten Bindung.
- Direkt darüber: Indium
- Direkt darunter: Nihonium
- Ein Proton weniger: Quecksilber
- Ein Proton mehr: Blei
Entdeckung und Name
Thallium wurde von William Crookes im Jahr 1861 entdeckt. Der Name geht auf Griechisch thallos, „grüner Trieb" zurück.
Weiter erkunden
Atommasse nach IUPAC/CIAAW; physikalische Eigenschaften nach PubChem (US National Library of Medicine). Werte, die nie gemessen wurden, erscheinen als „nicht gemessen", nicht als Schätzung.
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Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Atommasse von Thallium?
Das Standardatomgewicht von Thallium beträgt 204.38 u, veröffentlicht von der Kommission für Isotopenhäufigkeit und Atomgewichte der IUPAC. Da die natürliche Isotopenmischung je nach Herkunft schwankt, veröffentlicht die IUPAC zusätzlich das Intervall [204.382, 204.385].
Wie viele Protonen, Neutronen und Elektronen hat Thallium?
Thallium hat 81 Protonen, denn die Ordnungszahl ist genau die Zahl der Protonen und macht ein Atom überhaupt erst zu Thallium. Ein neutrales Atom hat ebenso viele Elektronen, also 81. Die Zahl der Neutronen hängt vom Isotop ab; das häufigste hat etwa 123, denn 204 − 81 = 123.
Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Thallium?
Die Elektronenkonfiguration von Thallium ist [Xe] 6s² 4f¹⁴ 5d¹⁰ 6p¹. Die Elektronen verteilen sich 2, 8, 18, 32, 18, 3 auf 6 Schalen.
Ist Thallium ein Metall?
Ja. Thallium wird als Metall eingeordnet und steht in Gruppe 13, Periode 6, im p-Block der Tabelle.
In welcher Gruppe und Periode steht Thallium?
Thallium steht in Gruppe 13 (Borgruppe), Periode 6, im p-Block. Die Gruppe ist die Spalte, die Periode die Zeile.
Welche Ladung hat Thallium?
Thallium bildet meist 1+ / 3+-Ionen. Über alle Verbindungen hinweg zeigt Thallium dabei die Oxidationsstufen +1, +3.
Wie hoch ist der Schmelzpunkt von Thallium?
Thallium schmilzt bei 304 °C und siedet bei 1,473 °C. Bei Raumtemperatur ist Thallium fest.
Wofür wird Thallium verwendet?
Infrarot-optisches Glas, Hochtemperatur-Supraleiter, Isotope für die Herzbildgebung, Halbleiterdetektoren. Thallium ist geruchlos, geschmacklos und extrem giftig, was ihm den Beinamen „Gift der Giftmörder" einbrachte.
Wer hat Thallium entdeckt, und woher kommt der Name?
Thallium wurde 1861 von William Crookes entdeckt. Der Name geht auf Griechisch thallos, „grüner Trieb" zurück.