Darmstadtium (Ds)
Element 110 · Übergangsmetall · [281] u
Elektronen pro Schale: 2, 8, 18, 32, 32, 16, 2
Darmstadtium wurde durch die Fusion von Blei- und Nickelkernen erzeugt, wobei eine Handvoll Atome entstand. Sein stabilstes bekanntes Isotop hält etwa zehn Sekunden.
Das erste Darmstadtium-Experiment lief eine Woche lang und erzeugte genau vier Atome.
- Ordnungszahl
- 110
- Atommasse
- [281] u
- Elektronenkonfiguration
- [Rn] 7s² 5f¹⁴ 6d⁸
- Gruppe · Periode · Block
- 10 · 7 · d
- Oxidationsstufen
- 0, +2, +4, +6, +8
- Elektronegativität
- Nicht gemessen
- Schmelzpunkt
- —
- Siedepunkt
- —
- Dichte
- Nicht gemessen
- Zustand bei 20 °C
- Unbekannt
- Erscheinungsbild
- Unbekannt; vermutlich metallisch
- Entdeckung
- Sigurd Hofmann and colleagues, 1994
vorhergesagt
Nickelgruppe
Wofür es verwendet wird
- Nur wissenschaftliche Forschung
Atomstruktur
Ein neutrales Darmstadtium-Atom hat 110 Protonen und 110 Elektronen. Sein häufigstes Isotop trägt etwa 171 Neutronen, woraus sich die Massenzahl 281 ergibt. Ändert sich die Zahl der Neutronen, entsteht ein anderes Isotop; ändert sich die Zahl der Protonen, entsteht ein anderes Element.
Diese Elektronen füllen die Schalen von innen nach außen: 2, 8, 18, 32, 32, 16, 2. In Orbitalschreibweise lautet das [Rn] 7s² 5f¹⁴ 6d⁸.
3D electron orbitals
See where Darmstadtium's electrons actually are — a cloud of 26,000 points sampled from the probability density |ψ|², not a cartoon of a lobe.
Position im Periodensystem
Der d-Block. Ihre mehreren stabilen Oxidationsstufen verleihen ihnen kräftig gefärbte Verbindungen, katalytische Wirkung und die Festigkeit, die sie zu den Arbeitsmetallen der Industrie macht.
- Direkt darüber: Platin
- Ein Proton weniger: Meitnerium
- Ein Proton mehr: Roentgenium
Entdeckung und Name
Darmstadtium wurde von Sigurd Hofmann and colleagues im Jahr 1994 entdeckt. Der Name geht auf Darmstadt, Deutschland zurück.
Alle Isotope von Darmstadtium sind radioaktiv, daher hat Darmstadtium kein Standardatomgewicht. Periodensysteme zeigen stattdessen in eckigen Klammern die Massenzahl des langlebigsten Isotops.
Weiter erkunden
Atommasse nach IUPAC/CIAAW; physikalische Eigenschaften nach PubChem (US National Library of Medicine). Werte, die nie gemessen wurden, erscheinen als „nicht gemessen", nicht als Schätzung.
Verwandte Rechner
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Atommasse von Darmstadtium?
Darmstadtium hat kein stabiles Isotop und deshalb kein Standardatomgewicht. Periodensysteme zeigen stattdessen [281]: die Massenzahl seines langlebigsten Isotops.
Wie viele Protonen, Neutronen und Elektronen hat Darmstadtium?
Darmstadtium hat 110 Protonen, denn die Ordnungszahl ist genau die Zahl der Protonen und macht ein Atom überhaupt erst zu Darmstadtium. Ein neutrales Atom hat ebenso viele Elektronen, also 110. Die Zahl der Neutronen hängt vom Isotop ab; das häufigste hat etwa 171, denn 281 − 110 = 171.
Wie lautet die Elektronenkonfiguration von Darmstadtium?
Die Elektronenkonfiguration von Darmstadtium ist [Rn] 7s² 5f¹⁴ 6d⁸, wobei sie bei einem so schweren Element theoretisch berechnet und nicht gemessen wird. Die Elektronen verteilen sich 2, 8, 18, 32, 32, 16, 2 auf 7 Schalen.
Ist Darmstadtium ein Metall?
Ja. Darmstadtium wird als Übergangsmetall eingeordnet und steht in Gruppe 10, Periode 7, im d-Block der Tabelle.
In welcher Gruppe und Periode steht Darmstadtium?
Darmstadtium steht in Gruppe 10 (Nickelgruppe), Periode 7, im d-Block. Die Gruppe ist die Spalte, die Periode die Zeile.
Wofür wird Darmstadtium verwendet?
Nur wissenschaftliche Forschung. Darmstadtium wurde durch die Fusion von Blei- und Nickelkernen erzeugt, wobei eine Handvoll Atome entstand.
Wer hat Darmstadtium entdeckt, und woher kommt der Name?
Darmstadtium wurde 1994 von Sigurd Hofmann and colleagues entdeckt. Der Name geht auf Darmstadt, Deutschland zurück.
Ist Darmstadtium radioaktiv?
Ja. Jedes Isotop von Darmstadtium ist radioaktiv — es gibt keine stabile Form, weshalb das Periodensystem die Masse in eckigen Klammern zeigt statt als Standardatomgewicht.